Archive for the ‘Ubuntu’ Category

Mit vim Dateien über FTP bearbeiten

Posted on June 10th, 2009 in Programme, Programmierung, Ubuntu | 1 Comment »

vim-logo

Immer wieder kommt es vor das ich doch noch auf die alte Methode Dateien, die auf einen Webserver liegen, bearbeiten muss und keinen ssh Zugang habe und nur ein FTP Zugang angeboten wird. Anstatt sich aber die Datei immer wieder herunterzuladen, sie zu editieren und dann wieder hochzuladen bearbeite ich sie direkt mit vim über das Programm FTP im Hintergrund. Dazu sollte in ~/.netrc die Login Daten des FTP Server eingetragen werden, damit der Login ohne Aufforderung passiert.

Zunächst wird die netrc neu angelegt und mit vim geöffnet:

vim ~/.netrc

In der netrc werden die Daten des FTP Servers ausgefüllt:

machine ftp.example.com
login example
password example

netrc speichern:

:w!

Die Datei darf nur von User selbst lesbar sein, darum noch ein chmod auf netrc direkt in vim, mit ! werden Befehle in der shell ausgeführt, das % steht für den aktuell offenen Dateinamen:

:!chmod 600 %

Nun sollte es schon möglich sein sich auf den Server zu verbinden, e(dit) steht für Datei bearbeiten:

:e ftp://ftp.example.com

danach sollte man sich im root des Servers befinden und einen Verzeichnis Baum angezeigt bekommen. Es ist natürlich auch möglich direkt eine Datei über den Pfad anzusprechen und sie zu bearbeiten und zu sichern:

:e ftp://ftp.example.com/htdocs/index.html

X-Server restarten unter Ubuntu 9.04

Posted on June 9th, 2009 in Ubuntu | 3 Comments »

xorg_logo

Aufgrund einer Änderung im XServer 1.6, welcher auch in Ubuntu 9.04 (Jaunty Jackalope) eingesetzt wird, ist die Tastenkombination Ctrl Alt Backspace nicht mehr möglich bzw. hat diese Kombination in der Standard Installation keine Funktion mehr. In früheren Versionen konnte man so den X-Server neu starten, wenn man Probleme damit hatte.
Auf einer offiziellen Ubuntu Seite (sucht dort einfach nach dontzap) steht als Begründung für diese Änderung, dass somit ein versehentliches Drücken dieser Tastenkombination verhindert werden soll. Ich persönlich wüsste zwar nicht, wie man diese Kombination versehentlich drücken kann, aber es gibt die Möglichkeit diese Funktionalität wieder zu aktivieren.

Natürlich, wie in Linux üblich – kann man dies auf mehrere Arten tun. Die einfachste scheint mir die folgende:

  1. zuerst installiert man sich das folgende Paket
    sudo apt-get install dontzap
  2. danach aktiviert man die Tastenkombination wieder
    sudo dontzap --disable

Das Programm macht nicht mehr als eine neue Section und Option in die Datei /etc/X11/xorg.conf zu schreiben. Dies kann man natürlich auch manuell machen. Nähere Informationen dazu findet man im englischen Ubuntu-Wiki. Dort wird auch näher beschrieben warum diese Änderung in Ubuntu durchgeführt wurde und darauf hingewiesen, dass es eine bessere Möglichkeit gibt den X-Server bei Problemen neu zu starten.

Diesen Hinweis findet man auch im Wiki von ubuntuusers.de. Die oben beschriebene Tastenkombination wird vom X-Server selbst abgefangen um sich dann selbst zu starten. Es gibt aber auch eine Tastenkombination ( Alt Druck K ), welche vom Kernel abgefangen wird und alle Programme der aktuellen Konsole beendet.
Auch mit dieser Methode wird der X-Server neu gestartet und da dies hier der Kernel und nicht der X-Server selbst erledigt, scheint mir dies sogar die sinnvollere Art zu sein.

Nun dürft Ihr selbst entscheiden, ob Ihr euch die bisher bekannte Funktion wieder aktivieren wollt oder ob Ihr euch die – für mich – neue Tastenkombination merkt und anwendet.

Kubuntu 9.04 auf KDE 4.2.4 aktualisieren

Posted on June 7th, 2009 in KDE, Ubuntu | 1 Comment »

kde icon

Mit der vierten Auflage des KDE 4.2 Zweiges, der erstmalig im Januar erschienen ist, stehen auch für Kubuntu Pakete zu Verfügung.
Die Aktualisierung korrigiert ausschliesslich Fehler, hauptsächlich in KMail, KHTML, KAlarm und Okular. Genaueres im Changelog. Achtung! Ein Upgrade birgt immer ein gewisses Risiko.

Zuallererst wird das ppa (Personal Package Archive) in die Quellen aufgenommen. In der Datei /etc/apt/sources.list wird die Quelle hinzugefügt:

deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-ppa/ppa/ubuntu jaunty main

Dann wird der GPG Schlüssel für das ppa hinzugefügt:

sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com 0x2836CB0A8AC93F7A

Danach die Quellen neu einlesen:

sudo aptitude update

Nun das eigentlich Upgrade:

sudo aptitude full-upgrade

Bei mir ging alles problemlos in etwas unter 10 Minuten, viel Glück!

Amarok 2 mit Amarok 1.4 in Jaunty (K)Ubuntu 9.04 ersetzen

Posted on June 5th, 2009 in Multimedia, Programme, Ubuntu | No Comments »

amarok

Amarok 2 kann bei mir die einfachsten Sachen nicht, wie z.b. eine Playliste abspielen. Das hat schon beim importieren angefangen das mir Amarok 2 abgeschmiert ist nach dem meine Sammlung indiziert wurde. Meine Sammlung bestand damals gerade aus einem Album …

Amarok2-failed1

Das sind natürlich Bugs die nicht wirklich lustig sind, darum habe ich mich entschieden einstweilen einen downgrade auf die Version 1.4 zu machen. Ich habe dafür das ppa (Personal Package Archive) von Bogdan Butnaru verwendet.

Dazu werden in der Datei /etc/apt/sources.list.d/amarok.list diese 2 Zeilen hinzugefügt:

den http://ppa.launchpad.net/bogdanb/ppa/ubuntu jaunty main
den-src http://ppa.launchpad.net/bogdanb/ppa/ubuntu jaunty main

Noch schnell die GPG Schlüsseln updaten

sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com 0x1d7e9dd033e89ba781e32a24b9f1c432ae74ae63

Danach Amarok 2 mit Amarok 1.4 ersetzen

sudo aptitude update
sudo aptitude remove amarok
sudo aptitude install amarok14

DVB-T unter Linux

Posted on June 3rd, 2009 in Gnome, KDE, Multimedia, Programme, Ubuntu | 2 Comments »

me-tv-logoresizedkaffeine_logo
Es hat mich immer schon interessiert wie es ist über den PC TV zu schauen, vor allem unter Linux. Daher habe ich mir diese Woche den Hauppauge WinTV-NOVA-T-Stick zugelegt, welcher das Signal über DVB-T bezieht. Da dies mein erster Versuch ist über den PC TV zu schauen, kann ich leider keine Vergleiche mit DVB-S, DVB-C oder anderen DVB-T Devices ziehen.

Der USB-Stick wird seit Ubuntu 8.10 automatisch erkannt und es ist nicht nötig die Firmware manuell zu installieren. Will man den Stick mit einer älteren Ubuntu-Version testen so findet man bei ubuntuuserse.de die nötigen Informationen.
Das ist der Output meiner /var/log/syslog nachdem ich den USB-Stick angesteckt habe. Funktioniert also alles mal einwandfrei.

...usb 2-2: new high speed USB device using ehci_hcd and address 7
...usb 2-2: configuration #1 chosen from 1 choice
...dib0700: loaded with support for 8 different device-types
...dvb-usb: found a 'Hauppauge Nova-T Stick' in cold state, will try to load a
   firmware
...usb 2-2: firmware: requesting dvb-usb-dib0700-1.20.fw
...dvb-usb: downloading firmware from file 'dvb-usb-dib0700-1.20.fw'
...dib0700: firmware started successfully.
...dvb-usb: found a 'Hauppauge Nova-T Stick' in warm state.
...dvb-usb: will pass the complete MPEG2 transport stream to the software demuxer.
...DVB: registering new adapter (Hauppauge Nova-T Stick)
...DVB: registering adapter 0 frontend 0 (DiBcom 7000PC)...
...DiB0070: successfully identified
...input: IR-receiver inside an USB DVB receiver as
   /devices/pci0000:00/0000:00:1d.7/usb2/2-2/input/input12
...dvb-usb: schedule remote query interval to 50 msecs.
...dvb-usb: Hauppauge Nova-T Stick successfully initialized and connected.
...usbcore: registered new interface driver dvb_usb_dib0700

Als nächstes stellt sich natürlich die Frage welche Software man zum TV schauen verwenden soll? Den Standard Video/Movie Player Totem habe ich nicht zum Laufen gebracht, auch wenn sich bei ubuntuusers.de einige Informationen dazu finden.

Als nächstes habe ich das GNOME-Programm Me TV getestet, welches ich zuerst direkt aus den Quellen installiert habe, welches dort in der Version 0.7.16 zur Verfügung steht

sudo aptitude install me-tv

In dieser Version wird das Suchen der Channels leider noch nicht wirklich unterstützt, daher habe ich noch weiters w_scan installiert um via Kommandozeile mein channels.conf File zu erstellen, welches man danach in Me TV importieren kann, damit dieses weiß welche Sender zur Verfügung stehen.

sudo aptitude install w-scan
w_scan -X > ~/channels.conf

Danach habe ich mir die die aktuelle Version (0.9.0) aus dem Launchpad PPA installiert, welches das Suchen der Channels schon direkt über die GUI unterstützt. Weiters kann man aber noch immer ein channels.conf File importieren. Um das automatische Scannen zu starten, muss noch ein config-File ausgewählt werden, welche für die verschiedenen Länder zur Verfügung stehen. In Österreich wählt man die Datei “at-Official” aus.
Me TV - Scan Wizard

Da aber Me TV nur auf meinem Computer funktioniert hat, nicht aber auf dem zweiten Computer auf dem ich den DVB-T Stick getestet habe, habe ich noch weiters das KDE-Programm Kaffeine installiert. Auch wenn ich kein Fan von KDE-Programmen auf einem GNOME-Desktop bin, so muss ich sagen, dass Kaffeine auf beiden getesteten PCs am besten funktioniert hat. Auch Kaffeine beinhaltet eine Sendersuche mittels GUI und das Umschalten zwischen den Sendern bzw. zwischen Vollbild und kleinem Bild funktioniert hier einfach schneller/besser als mit Me TV.

Dies war mal mein erster Eindruck und wenn ich den Stick öfter verwendet habe, so kann ich vielleicht mehr dazu schreiben. Auf alle Fälle werde ich das Programm Me TV weiter beobachten und hoffe, dass dies in den nächsten Versionen noch besser wird.

Update (31.7.2009):
Mittlerweile gibt es die Version 0.10.2 von Me TV und nach einem neuen Channel-Scan funktioniert Me TV nun auf beiden von mir getesteten Computern